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Spannendes Derby mit unglücklichem Ende für die Riders

von

Nadine Stadelmann

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Am 7. Oktober 2017 kam es in der Roosriet in Rüti zum 1. Derby zwischen den zwei Zürcher Oberländer Nachbarvereinen FB Riders DBR und dem UHC Laupen. Die Gäste konnten dieses nach Verlängerung mit 4:5 für sich entscheiden.

Nach einem guten Start mit einem Doppelschlag der FB Riders war das 1. Derby so richtig lanciert und die vielen Zuschauer erlebten ein spannendes, emotionales und packendes Spiel. Schlussendlich mochten die Beine des schmaleren FB Riders-Kaders gegen die auf zwei Linien formierten Laupener nicht mehr standhalten. In der letzten Minute der Verlängerung entschieden die Gäste die Partie mit dem 4:5 für sich.

Die FB Riders legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach 53 Sekunden brachte Eveline Scherrer Ihre Farben in Führung und nur 9 Sekunden später lag der Ball wieder im Tor der Laupener. Nadine Roten traf zum 2:0 für das Heimteam. Die Ritterinnen waren von der ersten Sekunde an bereit und es schien, als hätte sich so mancher Zuschauer die Augen gerieben bevor sie auf die Anzeigetafel schauten. Nun schienen auch die Gäste erwacht zu sein, wobei sich die Riders ärgern mussten, Sina Sturzenegger hinter dem eigenen Tor zu viel Platz gelassen zu habe. Mit einem „Buebetrickli“ traf sie zum Anschlusstreffer. Schlag auf Schlag ging es weiter wobei Malgorzata Jablonowska in der 6. Minute den zwei Tore Vorsprung wiederherstellte. Nachdem die Riders den Ball vor dem eigenen Tor nicht wegbrachten, holperte der Ball von Alena Holst irgendwie doch noch über die Linie zum erneuten Anschlusstreffer. Trotz vielen Chancen vermochten die Riders nicht weiter davon zu ziehen und so gingen die Ritterinnen mit einem knappen 3:2 Vorsprung in die 1. Drittelspause.

Nun war das Spiel etwas ausgeglichener bis Sina Hofmann in der 24. Minute den 3:3 Ausgleichstreffer erzielte. Die Chancen häuften sich auf beiden Seiten, wobei die FB Riders ein Chancenplus aufwiesen. Auch konnten beide Teams ihr Überzahlspiel nach Strafen nicht nutzen. Die FB Riders mussten sich gedulden, bis Malin Brolund den Vorsprung wiederherstellte und zum 4:3 traf. Kurz vor Drittelsende musste C. Rüegg für fünf Minuten auf die Strafbank. Das Überzahlspiel der Riders war jedoch zu wenig zwingend um dies zu nutzen und so überstanden die Laupener die heikle Situation schadlos. Die Ritterinne vermochten nicht konsequent genug zu sein und ermöglichten den Laupener immer wieder Chancen durch unnötige Ballverluste in gefährlichen Zonen. Salome Wildermuth nutzte eine zum 4:4. Die Ereignisse überschlugen sich nun und es kam zu erneuten Strafen. Bis zur 60. Minute gab es jedoch keine Entscheidung mehr und so musste die Verlängerung her.

Die bisher tapfer kämpfenden und spielerisch guten Ritterinnen verliessen nun ein wenig die Kräfte. Laupen nur noch mit zwei Linien agierend nahm das Zepter immer mehr in die Hand und drückte das Heimteam in die eigene Zone. Tore fielen keine und das Penaltyschiessen lag bereits in der Luft als die Gäste einen Freistoss zugesprochen bekamen. Torhüterin raus, sechste Feldspielerin rein und so schoss Naika Umbricht ihr Team mit der erstmaligen aber gleich entscheidenden Führung zum 4:5 Sieg.

Nach dem super Start waren dies zwei verlorene Punkte aus Riders Sicht. Jedoch hat man gezeigt, dass die Vorherrschaft in der Region nicht so einfach abgegeben wird. Es werden bestimmt noch weitere spannende Derbys mit toller Stimmung folgen.

 

FB Riders DBR – UHC Laupen ZH 4:5 n.V. (3:2, 1:1, 0:1, 0:1) Roosriet, Rüti ZH. 183 Zuschauer. SR Chuard/Muntwiler.

Tore: 1. E. Scherrer (F. Thoma) 1:0. 2. N. Roten (M. Jablonowska) 2:0. 4. S. Sturzenegger 2:1. 6. M. Jablonowska 3:1. 11. A. Holst (S. Hofmann) 3:2. 24. S. Hofmann 3:3. 34. M. Brolund (N. Stadelmann) 4:3. 46. S. Wildermuth (M. Burri) 4:4. 69. N. Umbricht (S. Sturzenegger) 4:5.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen FB Riders DBR. 2mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (C. Rüegg) gegen UHC Laupen ZH.

Best Player: Malgorzata Jablonowska (FB Riders) und Sina Hofmann (UHC Laupen)

FB Riders: Nancy Gatzsch, (Christa Brünn), Livia Gerber, Jasmin Bühler, Malin Brolund, Nadine Stadelmann, Sarah Altwegg, Lisa Devenoge, Fabienne Thoma, Malgorzata Jablonowska, Liliane Müller, Anja Werz, Eveline Scherrer, Dominique Bareth, Iris Brünn, Nadine Roten, Lia Rothenbühler, (Abwesend: Pascale Pfister, Christina Widmer, Sabrina Hausheer, Sabrina Grassi)

 

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