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Sie fallen wieder: Blätter & Tore U18

von

Ramon Trachsel

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Freunde des gepflegten Hallensports es ist wieder soweit. Die Jahreszeit der Stockschläge, schönen Toren und Big-saves steht an. Und wie könnte man diese besser einläuten als mit 4 Punkten? Aber von Anfang an.

Früh Morgen trafen sich die Unter 18 Jährigen mit kleinen Augen und grosse Zielen zur gemeinsamen Fahrt ins nebelversunkene Embrach. Die Eltern dopten sich mit Kaffee, die Jungs bewegten ihre müden Glieder unter Leitung des frisch gewählten Captains ein erstes Mal und die Trainer füllten in harmonischer Zusammenarbeit das Matchblatt aus. Business as Usual also. Und dies an der ersten Runde.

Black Sticks Embrach hiess der erste Gegner. Es galt also gleich gegen das Heimteam ernst. Die ersten Minuten waren geprägt von abwa… und so abrupt unterbrochenen Spielzügen wie der vorangegangene Satz. Der Pausenpfiff erklang als mit 0-00.00-0 die Resultatanzeige stehen blieb.

Mit fortschreitenden Alters des Spiels konnten sich die Riders nicht oft aber immer öfter in der gegnerischen Hälfte festsetzen und zu einer erhöhten Schweissproduktion des gegnerischen Torhüters beitragen. Sie scheiterten jedoch an Unvermögen, Zielgenauigkeit und Pech. Und so kam es, wie immer kommt. Wenn du sie nicht machst, schiesst halt der Gegner die Tore. Gleich 2 kurz hintereinander zwangen das Trainerteam zu einem Time-Out. Nach Erinnerung an die eigenen Stärken waren die Ritter noch ein Stückchen energischer und Frecher. Der Ball wurde ins gegnerische Tor hineingearbeitet. Jeglicher Widerstand war zwecklos. Nach dem Anschluss zum 2:1 keimte Hoffnung auf. Beim jubeln über den Ausgleichstreffer schlugen mit ziemlicher Sicherheit mehrere Seismografen in der Nähe aus, so gross waren die Felsbrocken die den Zuschauern, Spielern und Trainern von den Herzen fielen. Und das beste: es waren noch einige Sekunden zu spielen Das Momentum war nun eindeutig schwarz rot gelb eingefärbt und gab dem Ball, nach Kontakt mit dem gegnerischen Schuh die richtige Bewegung hinter die Torlinie. 8 Sekunden vor Schluss! Wieder schlugen die Seismographen aus, diesmal durch das kollektive aufspringen der gesamten Riders-Bank und kleinen aber feinen Supportfront. Die 2 Punkte waren Tatsache.

Mit diesem gefühlt der Leichtigkeit, welche die kurze Pause zwischen den Partien locker überdauerte startete man gegen Floorball Heiden.

Der Beginn war ähnlich holpernd wie der Parkettboden auf dem gespielt wurde. Die Riders waren die Spielbestimmende Mannschaft, der Gegner hatte das ein oder andere Mal ein Heidenglück, dass die Angriffe nicht im Zählbaren roten Rahmen landeten. Das 1. Tor fiel jedoch nicht wie im letzten Spiel auf der „falschen“ Seite, sondern auf der im Fokus der Ritterlichen Abschlüsse gelegenen.

Der Gegner, durch dieses Gegentor angestachelt, reagierte, und intensivierte die Versuche, den Ball seinerseits ins Tor zu bringen. Die Riders konnten jedoch einige Angriffe mit guter Umsetzung der besprochenen Taktik abwehren. Bis eine Verkettung unglücklicher Umstände zum Ausgleich führten. Die Heidener dachten danach nicht daran, ihre offensiven Bemühungen einzustellen. In bester Heizer -manier machten sie weiter Dampf. Diesem Druck hielt der defensiv Verbund nicht lange stand, und brach ein, was dem Gegner die erstmalige Führung brachte. Mit dem gewissen aus Spiel Nr. 1, eine Partie noch kehren zu können liessen die Jungs die Köpfe nicht hängen und netzten einen kurzen Moment später zum erneuten Ausgleich ein. Spannung pur, was da auf dem Platz ablief. Selbst einem eingefleischten Tatort-Zuschauer stockte das ein oder andere mal der Atem.

Während also die Trainer versuchten Ihren Pulsschlag wieder auf ein normales Niveau zu bringen trafen die tapfer kämpfenden Heidener zur erneuten Führung. Diese konnte die Riders allerdings nicht gross beunruhigen und so folgte, zuverlässig wie ein Mitarbeiter im Paketzentrum, der postwendende Ausgleich. Ja mehr noch: 5 Minuten vor Ende der Partie fand der Ball den Weg ins Tor der Heidener. Jubel Trubel Heiterkeit im Riders-Lager. Die letzten 5 Minuten konnte der Ball vom eigenen Tor ferngehalten werden. Dass das verlassene Tor auf der Gegenseite nicht getroffen wurde kann im Nachhinein verschmerzt werden. Nach der Partie, als die Trainer und Zuschauer, immer noch etwas bleich, das geschehene analysierten stiessen nach und nach zufrieden strahlende Spieler dazu. Dieses wunderbare Gefühl ungeschlagen wieder ins schöne Zürcher Oberland zurückzukehren ist Ansporn genug, in den weiteren Trainings Vollgas zu geben und den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.