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Junioren D2 endlich angekommen!

von

Emanuel Armbruster

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Samstag kurz nach Mittag. Der Hochnebel verdunkelt den Himmel. Eine kalte Biese zieht uns um die Ohren. Die Halle in Adliswil sieht von weitem wie eine verlassene Ruine aus. An diesem Spielort wird es geschehen; die Schlacht im Tüfi!

Blicken wir kurz zurück. Die Riders starteten schlecht in die Saison, in 13 Spielen gab es 12 Niederlagen. 12 Niederlagen in Serie. Doch dieses Mal reisten wir als Siegermannschaft an. Das letzte Spiel ging mit 7:2 an uns. Die Motivation war riesig. Doch man konnte die Anspannung im Team förmlich spüren. Der Gegner, der auf uns wartet: die Red Devils aus Altendorf! Seit dem Tabellensplitting haben die Altendörfler jedes Spiel gegen jeden Gegner klar gewonnen. Ihre letzten Resultate: 15:2 gegen Zürichsee Unihockey, 11:6 gegen die Riders, 6:0 gegen S-G Wetzikon, 17:1 gegen Zürichsee Unihockey und 11:3 gegen UHCevi Gossau. Unser erstes Spiel gegen die Teufel vom «änet äm See» ging mit 2:9 an die Teufel und auch das zweite Spiel verloren wir deutlich mit 11:6. Beide Spiele gegen die Altendörfler wurden zur regelrechten Schlacht. Wir mögen uns noch alle an die Schlacht am Wallenbach und die Schlacht am Berg erinnern. Wird es dieses Mal zu einer erneuten Schlacht kommen?

Die Riders waren voller Selbstvertrauen. Wir wussten, dass wir nicht mehr der kleine, schwache Punktelieferant sind. Nein! Die Riders haben gelernt zu spielen! Wir hatten mit den Altendörflern noch eine Rechnung offen. Wir wussten, dass ein Sieg gegen sie schwer werden würde aber wir wussten auch, dass wir sie ärgern können. Wir wollten beweisen, dass wir kein Kanonenfutter sind.

13:35 Uhr, das Spiel beginnt! Die Riders waren von Anfang an bereit und das Spiel begann gleich in einem extremen Tempo. Chancen auf beiden Seiten. Mit viel Glück konnten die Teufel mit 0:1 in      Führung gehen. Lucius lancierte mit seinem tollen Tor das Spiel der Riders. Kurz vor dem Pausenpfiff stand es 3:2 für die Ritter. Leider gelang den Teufeln noch kurz vor Abpfiff den Ausgleich zum 3:3 Pausenstand. Das Spiel begann also in der zweiten Hälfte wieder bei null. Alles war noch offen. Nach gut 10 Minuten in der zweiten Halbzeit stand es 4:4 unentschieden. Da passierte es! Eine kleine Unaufmerksamkeit der Spieler und des Trainers der Riders führten zu einem Doppelschlag der Teufel! Innerhalb von nur wenigen Sekunden konnten sie mit 4:6 davonziehen! Doch wer glaubt, dass die Riders nun geschlagen waren, der irrt! Moritz brachte die Ritter mit seinem 5:6 wieder ran! Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten. Nur wenige Zentimeter fehlten zum Ausgleich.  Und tatsächlich gab es kurz vor Schluss noch ein Tor! Leider auf der falschen Seite! 5:7 für die Teufel, das Spiel war aus. Die Niederlage Tatsache!

Schon während dem Spiel gab es zwischen den Spielern einige kleine Gehässigkeiten. Rempeleien und Provokationen auf beiden Seiten. Gleich nach dem Spiel kam es beinahe zum Eklat. Selbst die Emotionen der Trainer waren angeheizt. Die Trainerduos von beiden Teams geraten kurz nach dem Spiel verbal aneinander. Zum Glück sind wir Profis und die Situation war nach wenigen Worten wieder vorbei. Nach dem sich die Emotionen wieder gelegt haben, konnte man an der frischen Luft noch einmal alles bereden. Die Wogen waren wieder geglättet.

Ja das ist Sport! Kampf bis zum Schluss, viel Emotionen aber wenn es vorbei ist, ist es vorbei und alle beruhigen sich wieder. Es war ein tolles Spiel.

Fazit der Trainer: «Wir haben bis zum Schluss gekämpft und haben die Teufel an den Rand einer Niederlage gebracht. Damit haben sie nicht gerechnet. Sie haben zwar gewonnen aber sie haben uns nicht geschlagen! Wir können stolz sein auf diese Leistung. Die Riders sind kein Punktelieferant mehr! Wer uns schlagen will muss kämpfen, hart kämpfen. »

 

«Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem Möglichen liegt in der Entschlossenheit einer Person. »Tommy Laserdisk (Baseballspieler u. Schauspieler)

 

Zweites Spiel:

Im zweiten Spiel gab es für die Riders nur eines: den Sieg! Nach dieser tollen Leistung gegen die Teufel wollten wir zeigen, dass wir wirklich gelernt haben wie man Unihockey spielt. Unser nächster Gegner war der UHCevi Gossau l. Gegen sie haben wir die letzten beiden Spiele mit 5:6 und 4:7 verloren. Das Spiel begann wieder hochkonzentriert, wir waren von Anfang an bereit und auf unser Ziel fokussiert. Robin eröffnete das Tore schiessen. Danach folgten Selvan und Lucian. Nach zwei weiteren Toren von Robin stand es nach nur gerademal 10 Minuten 5:0 für die Riders. Wir nahmen etwas Tempo aus dem Spiel und konnten mit einem 6:0 in die Pause gehen.

Endlich konnten wir unser Spiel so durchziehen wie wir es wollten. Wir dominierten das Spiel nach Strich und Faden. Doch nach der Pause war die Konzentration noch in der Garderobe und so gelang den Gossauern das 6:1. Jetzt nur nicht nervös werden und das Spiel noch aus den Händen geben. Wir brauchten wieder Ruhe auf der Bank, mussten unsere Konzentration wiederfinden. Selvan erlöste uns mit einem super Tor zum 7:1. Doch dann passierte etwas, was keiner kommen sah. Julian, der in dieser Saison nur selten vor dem gegnerischen Tor auftauchte und oftmals nicht wirklich an sich und seine Fähigkeiten glaubte, taute plötzlich auf und spielte sich in einen regelrechten Torrausch! Julian erzielte das 8:1, 9:1 und auch noch gleich das 13:1! Dies war dann auch gleich das Endresultat. Endlich konnten wir zeigen, was wir in den harten Trainings der letzten Wochen gelernt haben. Wir sind nun da angekommen, wo wir hinwollten. Wir sind bereit! Leider geht die Saison nur noch zwei Spiele aber diese wollen wir noch beide gewinnen und die rote Laterne noch abgeben. Wir werden unser Ziel erreichen!

Fazit der Trainer: «In diesem Spiel gab es keine Zweifel, die Riders waren die dominierende Mannschaft. Wir spielten während 40 Minuten unser Spiel. Genauso wollten wir es die ganze Saison tun. Es ist schön zu sehen, wie sich die Spieler entwickelt haben. Jetzt sind wir ein Team, jetzt können wir jeden schlagen! »

«Gewinnen heißt, dass Du bereit bist länger zu laufen, härter zu arbeiten und mehr zu geben als alle anderen. »Vince Lombardi (American-Football-Trainer)

 

FB Riders D2 – RD March-Höfe Altendorf l  5:7 (3:3)
(Torschützen: Lucius 1:1, Moritz 2:2, 5:6, Robin 3:2, 4:3)

 

FB Riders D2 – UHCevi Gossau 13:1 (6:0)
(Torschützen: Robin 1:0, 4:0, 5:0, 11:1, Selvan 2:0, 6:0, 7:1, 10:1, 12:1, Lucian 3:0, Julian 8:1, 9:1, 13:1)