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Die Schlacht am Walenbach

von

Emanuel Armbruster

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Am 14.09.1515 erlebten die Eidgenossen bei der «Schlacht bei Marignano» ihre grösste und blutigste Niederlage. 500 Jahre später, am 19.09.2015 erleben die FB Riders Ähnliches – Die «Schlacht am Wallenbach!»

Doch fangen wir von vorne an:

Um 10:50 Uhr begann für die Junioren D2 die Meisterschaft. Gleich im ersten Spiel mussten wir gegen den Lokalmatador, den UHC Schwarz-Gelb Wetzikon, spielen. Die erste Halbzeit wurde von den Riders dominiert. Jeder setzte die Taktik des Trainers genau so um, wie es im Training gelernt wurde. Leider gelang in der ersten Hälfte des Spiels kein Tor. So stand es zur Pause 0:0.

Die zweite Halbzeit begann wieder mit einer sehr starken Phase der FB Riders. Ein Energieanfall von Selvan brachte uns die erhoffte Führung. Leider gelang es unserem Gegner nach nur wenigen Minuten, auszugleichen. Doch wir konnten unsere Konzentration halten und gingen durch Robin wieder mit 2:1 in Führung. Danach schienen alle Dämme zu brechen: Der ersten Sieg vor Augen löste eine sehr grosse Aufregung im Team aus. Die Konzentration liess nach und wir bekamen durch dumme Fehler zwei Gegentore. Als sich das Team wieder beruhigte, konnte Lucian den 3:4 Anschlusstreffer landen. Die Riders spielten danach eine tolle und offensive Endphase. Leider reichte es dann doch nicht mehr für den Sieg.

Wir haben super gespielt. Doch wie sagt eine alte Weisheit? «Wer die Tore nicht schiesst, der bekommt sie»

Die Schlacht am Walenbach

Nach dem ersten, guten Spiel, war die Motivation gross. Die von «änet äm See» wollten wir unbedingt schlagen. Doch irgendwie erschienen sie uns wie eine Übermacht. Sie reisten mit fast fünf Blöcken und drei Trainern an. Wir waren vom ersten Spiel schon ein wenig geschwächt und der Hotdog am Mittag war vermutlich auch noch ein Klumpen im Magen. Nach nur wenigen Minuten lagen die Riders schon mit vier Toren zurück. Nach dem 0:4 kam der Kampfgeist der geschundenen Riders wieder zurück. Mit einem sensationellen Tor von Robin konnten wir auf 1:4 verkürzen. Nach einem zu langsamen Wechsel kassierten wir allerdings das 1:5. Doch ans Aufgeben haben die Riders nie gedacht. Im Gegenteil: Wir steigerten uns von Minute zu Minute und wieder war es Robin, der mit einem Traum von Schuss, ins Lattenkreuz traf. Die Hoffnung war zurück.

In der Halbzeitpause waren wir uns sicher, dass wir dieses Spiel noch drehen werden. Doch dann begann Sie, die grosse Schlacht am Walenbach! Die Spielart wurde ruppiger, reihenweise flogen unsere Spieler über die Banden oder knallten mit voller Wucht am Boden auf. Selvan, Robin und Moritz wurden Opfer der Schlacht am Walenbach. Der Trainer kümmerte sich um die Verletzten und stellte in aller Eile die Blöcke um. Zwar konnten die Verletzten weiterspielen, aber die Einschüchterungen des Gegners zeigten seine Spuren. Die Wut im Bauch wurde immer grösser und so begannen auch die Riders, immer aggressiver zu spielen. Leider unternahm der Schiri nichts. So wurde aus einem schönen, samstäglichen Unihockeyspiel eine regelrechte Schlacht. Beim Stand von 3:9 bekamen wir noch eine 2-Minutenstrafe (obwohl es eine Solche bei den D-Junioren gar nicht gibt).

Diese führte zum 3:10-Rückstand. Am Ende haben wir zwar verloren. Aber keiner kann uns vorwerfen, wir hätten nicht gekämpft. Auch wenn wir die Schlacht am Walenbach verloren haben, dürfen wir auf diese Leistung stolz sein.

Und eines soll noch gesagt sein: Für die Eidgenossen war die Schlacht bei Marignano ihre letzte grosse Schlacht. Die Schlacht am Walenbach, war für die Riders erst der Anfang. Die Meisterschaft ist noch lang und ich bin mir sicher, die Riders stehen wieder auf! Wir kommen zurück, denn die nächsten Punkte gehören uns!

In diesem Sinne: RB Riders, let’s fight!

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FB Riders D2 – UHC S-G Wetzikon  3:4

(Torschützen: Selvan Fuster 1, Robin Hickel 1, Lucian Domeisen 1)

 

FB Riders D2 – RD March-Höfe Altendorf l  3:10

(Torschützen: Robin Hickel 2, Leandro Martelli 1)