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We did it – Damen-KF stehen im Cup-Halbfinal!

von

Andrea Benz Altenburger

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Es ist geschafft: Die Damen KF stehen im Cup-Halbfinal. Einem veritablen Fehlstart folgte eine entsprechende Reaktion – und schliesslich der 11:6-Sieg gegen den UHC Riehen.

Eigentlich lief alles für die Riders. In der Meisterschaft konnten am vergangenen Sonntag erstmals vier Punkte eingefahren und der Platz am Tabellenende abgegeben werden. Ein qualitativ hochstehendes Abschlusstraining am Mittwoch, das Kader für das Cupspiel bis auf eine rekonvaleszente Spielerin vollzählig, alle top motiviert für die Viertelfinal-Partie vor eigenem Publikum. Auf der anderen Seite der Gegner Riehen, Dritter in der anderen 1.-Liga-Gruppe, der eine nicht besonders entspannte Anfahrt aus der Nordwestschweiz hatte und erst spät im Roosriet eintraf. Diesen Vorteil wollten die Zürcher Oberländerinnen nutzen, von Beginn weg «voll Gas» war die Devise. Doch es kam, wie es in solchen Situationen oftmals kommen muss, ganz anders. Bereits nach 26 Sekunden jubelten die Baslerinnen, zwei Minuten später doppelten sie gar nach. Ein Fehlstart nach Mass für die Riders.

Zwar konnte das Heimteam nur sieben Sekunden später auf 1:2 verkürzen, doch als es in der zwölften Minute zum 1:3 einschlug sahen sich die Ritterinnen gezwungen, bereits auf zwei Blöcke umzustellen. Das erste Drittel, geprägt von Nervosität auf beiden Seiten, ging denn ohne weiteren Schaden über die Bühne.

Nach einem «Hallo Wach» in der Garderobe zeigten die Riders im zweiten Abschnitt dann ihr wahres Gesicht. Weiterhin mit zwei Blöcken agierend, aber dank dem breiten Kader aus dem vollen schöpfend und immer wieder rotierend, gelang die Aufholjagd. In der 28. Minute brachte ein Freistoss-Treffer den Anschluss und das Leben zurück in die Partie. Kurz vor der zweiten Pausensirene setzte dann der Ausgleich alles zurück auf Feld 0. Die letzten 20 Minuten mussten entscheiden, und dabei wohl auch, wer den längeren Schnauf hat.

Zurück aus der Kabine gab es ein Déja-vu – nach nur 38 Sekunden schlug es bei den Ritterinnen ein, Riehen also wieder in Front. Doch bei den Zürcher Oberländerinnen liess man sich nicht verunsichern, glich nur eine gute Minute später wieder aus. Auch, als Riehen in der 47. Minute 5:4 in Führung ging, liess die Antwort keine 60 Sekunden auf sich warten. Mit einem Doppelschlag innert 56 Sekunden gingen die Riders dann in der 52. bzw. 53 Minute erstmals in Führung – der Knackpunkt der Partie. Der Bann (und der Gegner) war gebrochen, die Riders im «Flow», drei weitere Treffer zum 10:5 folgten bis zur 57. Minute. Riehen nahm die Torhüterin raus, versuchte mit vier Feldspielerinnen noch das drohende Unheil abzuwenden, das gelang den Baslerinnen jedoch mehr schlecht als recht. Mit zwei gegen vier (eine Ritterin kurz vor Schluss auf der Strafbank) erhöhten die Riders gar noch zum 11:5 ins leere Tor. Dass Riehen mit der Schlusssirene sein Powerplay doch noch mit dem sechsten Treffer belohnt sah, diente nur noch der Resultatkosmetik.

Es war ein hochstehender Cup-Viertelfinal mit zwei Teams auf Augenhöhe. Die Riders erwischten dabei einen klassischen Fehlstart, vermochten diesen aber durch vollen Einsatz und eine ausgezeichnete Teamleistung zu korrigieren. Die Belohnung: die Qualifikation für den Ligacup-Halbfinal. Dieser findet am 14. Januar 2017 statt. Der Gegner wird am Dienstag auf der Geschäftsstelle von swiss unihockey ausgelost.

FB Riders: Sandrine Hegglin; Pia Erni, Lili Müller, Pia Rüegg, Monika Reinhard, Dominique Bareth, Olivia Stettler, Vendy Polenska, Andrea Benz, Judith Egli, Heidi Jud.

Verfasserin: Monika Reinhard / Fotos: Vibeke Rasmussen Elmiger

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