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Cup-Abenteuer endet (einmal mehr) im Halbfinal

von

Pina Erni

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Die Damen KF scheitern im Halbfinal-Ligacup deutlich an Blau-Gelb Cazis – und zu weiten Strecken auch an sich selbst.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Somit reisten die Ritterinnen an Sonntag guten Mutes nach Trimmis, wo die Damen von Blau-Gelb-Cazis auf sie warteten. Vergessen waren die beiden Ligacup-Halbfinal-Niederlagen von 2017 (7:9 gegen Oekingen) und 2018 (8:12 gegen die Red Devils). Schliesslich war man seither zwei Cup-Saisons erfahrener und auch ein Erstrunden-Aus weiser.

Gegen Gruppengegner Cazis wollte man nichts anbrennen lassen. Die Ausgangslage war verheissungsvoll: Punktgleich liegen die beiden Teams in der Meisterschaft derzeit auf den Rängen 6 und 7, das Direktduell im Oktober ging knapp zugunsten der Zürcher Oberländerinnen aus. Es durfte also ein heisses Duell um den Finaleinzug erwartet werden.

Und so war es denn auch. Die beiden Teams schenkten sich nichts und waren von Beginn weg auf Augenhöhe. Nur in der Offensive, da wollte es auf beiden Seiten nicht so recht klappen. Es waren dann die Riders, die in der 17. Minute zum ersten Mal einnetzen konnten – den Vorsprung brachten sie aber nicht in die Pause. Cazis schaffte rund 30 Sekunden vor der Sirene der Ausgleich.

Nichtsdestotrotz: Das war doch schon mal was. Und es lag definitiv auch mehr drin. Doch dasselbe hatten sich wohl auch die Gegnerinnen beim Pausentee gesagt. Denn was in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts folge, war alles andere als im Sinne der Ritterinnen. Es hatte eher etwas mit der „Titanic“ zu tun. Die einen kollidierten und gingen schwerfällig unter und die anderen nutzten dies eiskalt aus. Nachdem Cazis in der 22. Minute 2:1 in Führung gegangen war, benötigten die Bündnerinnen ab der 26. Minute gerade mal 88 Sekunden um auf 6:1 zu erhöhen. Es wurde in der Folge noch je ein Treffer auf dem Matchblatt verzeichnet, bevor sich die Teams beim Stand von 7:2 für das Heimteam erneut in die Kabine zurückzogen.

Die Riders versuchten in der Folge sich aus dem schlechten Film zu verabschieden, in welchen sie sich hineinmanövriert hatten. Stattdessen wollten sie im dritten Drittel mit etwas Umwegen doch noch Kurs auf Bern nehmen. Sie sahen sich deshalb gezwungen, über weite Strecken mit vier Feldspielerinnen und ohne Torhüterin zu agieren. Die Taktik ging jedoch nicht auf – zu hoch war die Hypothek aus dem Mittelabschnitt. Am Ende mussten sich die Ritterinnen mit 5:12 geschlagen geben. Wie es scheint brauchen sie einen etwas längeren Schnauf, um sich die Finalqualifikation doch noch irgendwann einmal zu holen. Wir wünschen Cazis für das Endspiel gegen Semsales viel Erfolg – und nach dem Cup ist ja bekanntlich auch immer wieder vor dem Cup…

von Monika Reinhard

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